Das Ende vom Lied ...

 

 

Ich säh Dich gern noch einmal, wie vor Jahren
zum erstenmal. - Jetzt kann ich es nicht mehr.
Ich säh Dich gern noch einmal wie vorher,
als wir uns herrlich fremd und sonst nichts waren.

Ich hörte Dich gern noch einmal wieder fragen,
wie jung ich sei ... was ich des abends tu -
und später dann im kaumgeborenen "Du"
mir jene tausend Worte Liebe sagen.

Ich würde mich so gerne wieder sehnen,
Dich lange ansehn stumm und so verliebt -
und wieder weinen, wenn Du mich betrübst,
die viel zu oft geweinten dummen Tränen.

Das alles ist vorbei. .. Es ist zum Lachen!
Bist Du ein anderer oder liegts an mir?
Vielleicht kann keiner von uns zweien dafür.
Man glaubt oft nicht, was ein paar Jahre machen.

Ich möchte wieder Deine Briefe lesen,
die Worte, die man liebend nur versteht.
Jedoch mir scheint, heut ist es schon zu spät.
Wie unbarmherzig ist das Wort: "Gewesen!"

Mascha Kaléko

1 Kommentar 26.12.07 22:51, kommentieren

Tucholsky und Mascha Kaleko

Mascha Kaleko:

Es soll ja irgendwo noch Leute geben
Die im Expreßzug nach dem Süden reisen.
‑ Mein Schicksal rollt auf toten Nebengleisen
Und Zugverspätung hat dies bißchen Leben...

Aus den Nachher‑Gesprächen Tucholsky

"Es war so: Am Anfang ritt ich über viele Bodenseen, ich hatte keine Schwierigkeiten zu überwinden, weil ich sie gar nicht sah. Nachher, als das nachließ, zog der Schimmel doch langsamer, und ich hatte Muße, mir ein bißchen die Landschaft anzusehen, durch die wir fuhren". Er hatte ein Stück Wolke auseinandergezogen und malte mit ihr ein Gesicht an den Himmel, einen ausdruckslosen Pausback. Dann wischte er ihn wieder weg. " Und was sahen Sie?" fragte er. "Was ich sah?" sagte ich. "Ich sah ‑ aber ich verstand nicht. Ich verstand immer weniger. Wissen Sie, das es eine bestimmte Sorte Geisteskranker gibt, die Furcht hat vor allem, und die ratlos ist. Sie frösteln ständig, ziehen sich zusammen, wenn sie mit der Welt in Berührung kommen, immer enger, dann sterben sie; sie sind ins Negative hinübergekippt.
Jahrelang, besonders in der Mitte meines Lebens, hatte ich das Gefühl, ausgestoßen zu sen, als Kind unter Erwachsenen zu leben, Verhandlungen der Großen beizuwohnen, deren Sinn mir ewig verborgen bleiben würde. Sie sprachen miteinander ‑ und ich hörte verständnislos zu. Sie fochten Ehrgeizschlachten aus ‑ und ich stand dabei und machte runde Augen. Sie schlossen Geschäfte ab ‑ ich hatte gewissermaßen den Eindruck, zu stören. Und das allerschlimmste war: Alle verstanden sich, sprachen ihre Sprache, sie hatten sofort die Ellenbogenfühlung, sie waren verwandt. Ich stand da, allein, auf einem weiten Hof mit meiner Kappe in der Hand, und ich drehte sie, wie es die Schauspieler machen, wenn sie Verlegenheit ausdrücken... Mittags saß ich mit ihnen zusammen, sie schwatzten, ich schwatzte auch ‑ aber mir fehlte irgend etwas, ein Code‑Schlüssel, eine Auflösung, ich wußte icht ... und abends ging ich traurig nach Hause." Jetzt bröselte er langsam die Wolke auf, die immer kleiner wurde. Wir hatten kaum noch Platz zum Sitzen. " Aber da waren doch noch die anderen", sagte er. "Auch: Einsame. Auch: Enttäuschte. Auch: Weltfurchtsame. Weshalb gingen Sie nicht zu diesen‑?" "Um einen Klub der Einsamkeit zu gründen?" sagte ich. "Ich verachtete sie maßlos, ich haßte sie nahezu. ich fand sie lebensschwach, anspruchsvoll, uninteressant verrückt. Ihnen gegenüber mimte ich das Leben, das pralle Leben. Außerdem kochten sie eine andre Art Melancholie, und so verstanden wir uns nicht. Blieben sie allein, waren sie mir widerwärtig. Fanden sie den Anschluß, dann fühlte ich mich erhaben über soviel gemeinen irdischen Sinn." "Also was blieb Ihnen zum Schluß? sagte er, ein klein wenig spitzer, als mir lieb war. ich konnte ihm nicht mehr antworten, denn nun hatte er die ganze Wolke aufgedröselt, wir rutschten ab und fielen, fielen...

 

1 Kommentar 18.10.07 22:50, kommentieren

In AKTion Ausstellung Schloß Schönau Aachen

Für alle Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber oder alle, die einfach Spaß an außergewöhnlichen und nachdenkenswerten Bildern haben, hier ein kultureller Tipp für Aachen und Umgebung
 
In AKTion


Ausstellung vom 14. Oktober bis 30. Dezember 2007 im Schloss Schönau, Richterich

Gemeinschaftsausstellung der Aachener Künstlerinnen

Ulrike Baecker und Karin Odendahl-Tobias

EMPFEHLENSWERT!!!

1 Kommentar 14.10.07 16:26, kommentieren

Kaffee und andere Vorurteile

Solange ich noch nicht mein Gesundheitsblog auf der Firmenhomepage habe, muss ich mich hier austoben:

UND MIT DEN UNSÄGLICHEN VORURTEILEN ÜBER DIE GESUNDHEITSSCHÄDLICHEN WIRKUNGEN VON KAFFEE AUFRÄUMEN!!!

Kaffee kann gar nicht ungesund sein, ich bin sowas von gesund. Von permanenter Müdigkeit wegen Schlafmangel, ab und an ner schönen Erkältung und den üblichen Wehwehchen der über 40jährigen (wenn du über 40 bist, wachst morgens auf, ohne dass dir was wehtut, bist du wahrscheinlich tot...) mal abgesehen.

Kaffee ist

  1. toll
  2. regt überhaupt nicht auf, sondern an
  3. kann sogar beruhigend und entspannend wirken, vor allem der heißgeliebte Milchkaffee im Cafe Crema, serviert zum netten Plausch mit Blümchen
  4. ist ein Freundschaftsbeschleuniger wie zum Beispiel der "Latte Macchiato" in Düsseldorf
  5. hat - ohne Zucker und Milch getrunken NULL kalorien, wer oder was kann das schon von sich sagen
  6. bringt Menschen zusammen (Wieviel Beziehungen wären ohne das "Kommst du noch auf einen Kaffee mit rein?" erst gar nicht gestartet! Versucht den Spruch mal mit Kamillentee...Zum Beweis - ist natürlich einer Freundin von mir passiert - eine nette längst verjährte Geschichte: Die entscheidene Kaffee-Einladung fiel und wurde angenommen. DOCH DANN: Kein Kaffee mehr da!!! " Aus dem hoffnungsvollen Anfang ist dann auch nicht mehr entstanden. Seitdem gibt es in diesem Haushalt IMMER irgendwo ein Päckchen Kaffee.)
  7. Und dieser Blödsinn von "Kaffee entwässert"! Wenn das stimmen würde, wäre ich LÄNGST zu Staub zerfallen.

In diesem Sinne: Der Kaffee ist fertig

1 Kommentar 12.10.07 00:54, kommentieren

Das digitale Zeitalter

Hmmh... Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, dass...

die Personal computer eine einzige Riesenverlade sind, quasi Opium fürs Volk bzw. sie uns davon abhalten sollen, richtig nette Dinge zu tun.

Microsoft wird bestimmt deshalb von allen "zivilisierten" Regierungen der Welt gesponsert.

Wer chattet, versucht Vista richtig ans Laufen zu bekommen, im internet surft, oder noch besser, schon ganz ins second life abgedriftet ist, braucht nix anderes mehr als ab und an ein fertiggericht, Massen Kaffee und abends mal ein Bierchen dazu. Kommt bestimmt nicht auf dumme Gedanken. Halt, stopp: Gedanken schon, vielleicht. hat aber keine Zeit, was zu tun, weil abends, nachts, tagsüber am PC und dazwischen ziemlich müde.

Auf jeden Fall läuft der neue PC nach mehreren hasserfüllten Nachtsschichten jetzt (wie haben wir eigentlich früher kommuniziert? Ich will zurück ins Zeitalter der reitenden Boten! Dann sehe ich meine Pferdis wieder öfter)

 

1 Kommentar 7.10.07 01:49, kommentieren

Bedenkenträger-Zeit

Wann hat eigentlich mein Leben als "Bedenkenträger" angefangen? Früher als Kind bin ich auf Bäume geklettert, habe mit Vatern die Bevertalsperre durchquert,in der Grundschule unter Zuhilfenahme der roten Schultasche allein zwei freche Jungs verprügelt, als Teenager das erste Mal auf Skiern am dritten oder vierten Tag die rote Piste runter - ohne Angst! Jetzt halte ich mein Pferdi beim Ausritt schon zwei Kilometer vor dem entgegenkommenden Radfahrertrüppchen äußerst rechts und äußerst zurück... Mein Motti (siehe Rubrik: Was braucht´s Feinde, wenn man Kinder hat) bringt dann schonmal Kommentare wie "Schau mal, am Horizont kommen Gestalten, wahrscheinlich Fußgänger, die sind nur noch fünf Kilometer entfernt". Kinder können so grausam sein...)

Im Gegensatz zu ihr bringe ich es auch nicht (mehr) fertig, den außerordentlich dummen Leuten, die auf Rollerskates meinten, 10 cm Abstand zu unseren Pferdchen reichen, wenn sie von hinten ohne Warnung angesaust kommen, "Dummes Fett auf Rädern" hinterherzubrüllen... Es könnte ja irgendwas Schlimmes passieren, wenn ich so zutreffend ausfallend würde...

Mutig bin ich nicht mehr, nicht so. Irgendwann und irgendwo zwischen 16 und 26 ist mir irgendwie der Mut abhanden gekommen. Falls irgendwer diesen eigentlich noch ganz gut erhaltenen Mut wiederfindet, bitte bei mir abgeben. Ich zahle auch Finderlohn. Auch wenn der Mut schon ein wenig verkratzt ist. Ich brauche ihn dringend.

1 Kommentar 30.9.07 22:22, kommentieren

Puzzle

 

Stück für Stück

 

 

 

 

 

Ich 

 

1 Kommentar 13.9.07 23:11, kommentieren